Kork: Natürlich leistungsfähig

Nachhaltigkeit und technische Leistungsfähigkeit müssen kein Widerspruch sein. Kork und korkbasierte Verbundwerkstoffe verbinden die besonderen Eigenschaften eines natürlichen, nachwachsenden Rohstoffs mit den Anforderungen moderner technischer Anwendungen.

Kork ist die äußere Rinde der Korkeiche Quercus suber L.. Bei der Gewinnung wird der Baum nicht gefällt. Die Rinde wird fachgerecht geerntet, regeneriert sich anschließend und kann im Laufe des Lebens einer Korkeiche mehrfach gewonnen werden. Eine Korkeiche kann durchschnittlich rund 200 Jahre alt werden.

Häufig gestellte Fragen

Kork ist ein natürlicher und nachwachsender Rohstoff. Bei der Ernte wird lediglich die äußere Rinde der Korkeiche entfernt, ohne den Baum zu fällen. Zwischen zwei Ernten liegen typischerweise rund neun Jahre. Dadurch kann derselbe Baum über viele Jahrzehnte immer wieder Kork liefern.

Kork besitzt eine außergewöhnliche Zellstruktur und kombiniert dadurch geringes Gewicht mit Elastizität, Kompressibilität, thermischer und akustischer Isolation sowie geringer Durchlässigkeit gegenüber Flüssigkeiten und Gasen. In Verbindung mit unterschiedlichen Bindern lassen sich daraus leistungsfähige technische Verbundwerkstoffe entwickeln.

Korkeichenwälder sind natürliche Kohlenstoffsenken. Nach den zugrunde liegenden Untersuchungen können Korkeichenwälder je produzierter Tonne Kork bis zu 73 Tonnen CO₂ binden. Dabei ist zwischen der CO₂-Bindung des Korkeichenwaldes und der vollständigen CO₂-Bilanz eines konkreten Bauteils zu unterscheiden.

Ja. Kork wird beispielsweise mit Elastomeren wie NBR, SBR oder Silikon kombiniert. Daraus entstehen Kork-Elastomer-Werkstoffe für technische Anwendungen und insbesondere für statische Flachdichtungen. Die konkrete Materialauswahl richtet sich nach Temperatur, Medium, mechanischer Belastung und weiteren Anforderungen der Anwendung.

SCHLÖSSER fertigt kundenspezifische Dichtungen und Technische Teile aus stanz- und schneidbaren Werkstoffen. Abhängig von Material, Geometrie und Stückzahl können unterschiedliche Fertigungsverfahren wie Stanzen, Wasserstrahl- oder Laserschneiden eingesetzt werden. Auch selbstklebende Ausführungen sowie kundenspezifische Anlieferformen sind möglich.

Kork als technischer Werkstoff

Was Kork technisch besonders interessant macht, liegt in seiner einzigartigen Zellstruktur. Ein Kubikzentimeter Kork enthält rund 40 Millionen mikroskopisch kleine Zellen. Die wabenähnliche Struktur mit gasgefüllten Hohlräumen sorgt für eine besondere Kombination aus Leichtigkeit, Elastizität und Kompressibilität.

Die natürlichen Materialeigenschaften machen Kork zu einem vielseitigen Ausgangswerkstoff für technische Anwendungen:

Elastisch und kompressibel: Kork kann mechanische Belastungen aufnehmen und sich an unterschiedliche Oberflächen anpassen.

Leicht: Die Zellstruktur sorgt für eine vergleichsweise geringe Dichte.

Dämmend: Kork besitzt gute thermische und akustische Isolationseigenschaften.

Dämpfend: Die Materialstruktur eignet sich zur Aufnahme und Reduzierung von Schwingungen.

Gering durchlässig: Die geschlossene Zellstruktur bietet eine geringe Durchlässigkeit gegenüber Flüssigkeiten und Gasen.

Technisch vielseitig: In Kombination mit geeigneten Elastomeren entstehen Werkstoffe für unterschiedliche Temperatur-, Medien- und Belastungsbereiche.

Natürlich CO₂ binden

Korkeichenwälder leisten einen wichtigen Beitrag zur natürlichen Kohlenstoffbindung. Während ihres Wachstums nehmen Korkeichen CO₂ aus der Atmosphäre auf und speichern Kohlenstoff in ihrer Biomasse.

Nach den vorliegenden Untersuchungen können Korkeichenwälder für jede produzierte Tonne Kork bis zu 73 Tonnen CO₂ binden.

1 Tonne Kork

bis zu 73 Tonnen gebundenes CO₂*

*Die Angabe bezieht sich auf die CO₂-Bindung des Korkeichenwaldes je produzierter Tonne Kork. Die tatsächliche CO₂-Bilanz eines daraus hergestellten Bauteils ist unter Berücksichtigung des gesamten Produktlebenszyklus zu bewerten.

Ein Rohstoff, der nachwächst

Bei der Korkgewinnung wird die Korkeiche nicht gefällt. Geerntet wird ausschließlich die äußere Rinde. Anschließend regeneriert sie sich auf natürliche Weise.

Die erste Korkernte erfolgt im Durchschnitt nach etwa 25 Jahren. Danach kann die Rinde ungefähr alle neun Jahre erneut geerntet werden. Bei einer durchschnittlichen Lebensdauer von rund 200 Jahren kann eine Korkeiche somit über viele Jahrzehnte als Rohstoffquelle erhalten bleiben.

Kork verbindet damit die langfristige Nutzung einer natürlichen Ressource mit interessanten technischen Eigenschaften.

Kork-Verbundwerkstoffe: Natur trifft technische Performance

Für anspruchsvolle technische Anwendungen wird Kork mit weiteren Werkstoffen kombiniert. Durch die Verbindung beispielsweise mit NBR, SBR, Silikon oder anderen polymeren Bindern entstehen Kork-Verbundwerkstoffe, deren Eigenschaften gezielt auf den jeweiligen Einsatzbereich abgestimmt werden können.

Abhängig von der Materialrezeptur stehen Lösungen für unterschiedliche Einsatzbedingungen zur Verfügung, beispielsweise beim Kontakt mit:

  • Ölen
  • Kraftstoffen und Biokraftstoffen
  • Kühlmitteln
  • Gasen
  • Isolierölen

Dabei gilt: Nicht jeder Kork-Verbundwerkstoff ist für jedes Medium oder jede Temperatur geeignet. Entscheidend ist die Abstimmung der Materialrezeptur auf die konkrete Anwendung.

Kork für Dichtungen

Eine besondere Stärke von Kork-Verbundwerkstoffen liegt im Bereich statischer Flachdichtungen.

Durch seine Kompressibilität kann sich das Material an die abzudichtenden Flächen anpassen und beispielsweise Oberflächenrauheiten, Unebenheiten oder Abweichungen der Flanschgeometrie ausgleichen. Geeignete Kork-Elastomer-Werkstoffe zeichnen sich außerdem durch einen kontrollierten seitlichen Materialfluss unter Kompression aus.

Dadurch ergeben sich vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, beispielsweise für:

  • Flachdichtungen
  • Gehäusedichtungen
  • Transformatorendichtungen
  • Motor- und Getriebeanwendungen
  • Öl- und Kraftstoffsysteme
  • Gasarmaturen und Gasgeräte
  • Elektro- und Elektronikanwendungen

Gummi-Kork-Werkstoffe gehören bereits zu den von SCHLÖSSER eingesetzten Materialien für Flachdichtungen.

Produktvisualisierung, teilweise KI-generiert

Dämpfen und Schwingungen reduzieren

Kork kann mehr als dichten. Aufgrund seiner besonderen Zellstruktur eignen sich korkbasierte Verbundwerkstoffe auch für Dämpfungs- und Schwingungsanwendungen.

Die Kombination aus Elastizität, Kompressibilität und Dämpfungsverhalten ermöglicht es, mechanische Energie aufzunehmen und die Übertragung von Schwingungen zwischen Bauteilen zu reduzieren.

Typische Einsatzbereiche können sein:

  • Maschinen und Anlagen
  • Elektromotoren
  • Transformatoren
  • Pumpen und Aggregate
  • Gehäuse
  • Befestigungs- und Lagerstellen
  • schwingungssensible Komponenten

Damit verbindet Kork mehrere technische Funktionen, die auch im bestehenden Leistungsspektrum von SCHLÖSSER eine zentrale Rolle spielen: Dichten, Dämpfen und Isolieren.

Schlösser GmbH & Co. KG

Carl-Schlösser-Straße 1

88512 Mengen/Germany

Ausflüge und verschiedene außen­betriebliche Aktivitäten

Unser jährlicher Outdoor-Tag ist eines der Highlights während der Ausbildung. Es erwarten dich darüber hinaus noch vielfältige Aktivitäten, wie z. B. ein Fahrsicherheitstraining, Betriebssport, gemeinsame Grillfeste und Essen, etc.

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Bei uns wird FAMILIE großgeschrieben. Wir leben einen kollegialen und freundschaftlichen Umgang, gegenseitigen Respekt und Wertschätzung sowie Hilfsbereitschaft – unabhängig jeglicher Hierarchieebenen. Bei uns gehörst du von Anfang an dazu.

 

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Während deiner Ausbildung- und Studienzeit geben wir dir die Chance, dich zielgerichtet zu entwickeln – für Positionen die deinen Stärken am besten entsprechen. Nach Beendigung deiner Ausbildung bzw. deines Studiums ist dein Weg bei uns noch lange nicht zu Ende. Schließt du deine Ausbildung bzw. dein duales Studium erfolgreich ab und zeigst auch in den Fachabteilungen gute Leistungen, möchten wir dich im Anschluss in einer Fach- oder Führungsfunktion übernehmen.

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Du wirst in den einzelnen Fachabteilungen von kompetenten Mitarbeitenden betreut, die täglich ihr Bestes geben, um unsere Auszubildenden und Studierenden zu qualifizieren. Deine individuelle Betreuung wird ergänzt durch einen persönlichen Paten und deine Ausbilder.